Stand-up-Paddling lernen: Ausrüstung, Paddeln & Grundlagen – Tipps für Anfänger

Stand-up-Paddling lernen – Entspannte Touren durch die Natur – auf vielen Flüssen und Seen ist diese Form des Wassersport sehr beliebt. Dabei stehst du auf einem Board und bewegst dich durch das Paddeln fort. Viele Camper nehmen das Board zusätzlich zum Dachzelt oder Zeltanhänger mit. Hier findest du Tipps, wie du mit dem Stand-up-Paddling anfängst, welche Techniken du beim Paddeln beachten solltest, wie du sicher eine Tour planst und fünf schöne Reiseziele, an denen du dich mit Board und Paddel auf das Wasser bewegen kannst. 

Campingurlaub & Stand-up-Paddling?

Erlebe die Schönheit der Natur aus einer neuen Perspektive, während du auf dem Wasser stehst und die Umgebung erkundest. Mit Stand-up-Paddling hast du die Möglichkeit, neue Gewässer zu entdecken und versteckte Buchten und Flussläufe zu erkunden. Gleichzeitig kannst du Momente der Ruhe und Entspannung genießen, während du sanft über das Wasser gleitest und die umliegende Natur auf dich wirken lässt. Dabei kannst du diese Aktivität zu einer gemeinsamen Unternehmung mit deiner Familie oder Freunden machen.

Deshalb solltest du an das Board und Paddel denken, wenn du in den Urlaub fährst:

  • Natur aus neuer Perspektive entdecken
  • Neue Ecken von einem Gewässer erkunden
  • Versteckte Buchten und Flussläufe entdecken
  • Ruhe & Entspannung auf dem Wasser genießen
  • Gemeinsames Erlebnis mit Familie oder Freunden

Tipps für Einsteiger: Mit Board & Finne auf dem See

Stand-up-Paddling wird auch SUP genannt. Dabei stehst du auf einem (meist aufblasbaren) Board. Mit einem Paddel bewegst du dich fort. Für zusätzliche Stabilität sorgt die Finne, ein Keil unter dem Board. Beliebt ist diese Aktivität auf Seen oder Flüssen.

Stand-up-Paddling in der Übersicht:

  • Auch SUP genannt
  • Stehen auf Board
  • Fortbewegen mit Paddel
  • Finne = mehr Stabilität
  • Beliebt auf Seen und Flüssen

Lernen mit Video: Schritt für Schritt

Wie du in diesem Video lernst, ist es, mit einigen Tricks, schnell zu erlernen, auf dem Board zu stehen. Dir wird erklärt, wie du dein Board auf das Wasser bringst und wie du dann darauf steigst. Dazu lernst du, wie du das Paddel richtig einsetzt. Da du es im Video direkt siehst und es dir kleinschrittig erklärt wird, kann es dir helfen, bald selbst sicherer auf dem Board zu stehen.

Hier findest du viele der Tipps noch einmal zusammengefasst.

Vom Land ins Wasser: Board aufsetzen

Auf diese Dinge solltest du beim SUP achten. Steine oder flaches Wasser können Finne und Board beschädigen. Deswegen lohnt es sich, das Board erst bei tieferem Wasser auf die Wasseroberfläche zu setzen. Dadurch kannst du Schäden vermeiden. Willst du das Board doch schon im flachen Wasser aufsetzen, solltest du es zunächst mit der Finne nach oben aufs Wasser zu legen. Wenn du es also verkehrt herum ins Wasser gelegt hast, kannst du es ins tiefere Gewässer bringen und dann vorsichtig umdrehen.

Wenn du vom Steg aufsteigst, solltest du vorsichtig das Board festhalten. Dadurch treibt dieses nicht ab und du musst hinterher schwimmen. Und du solltest immer an dein Paddel denken.

Wenn du loslegen willst, solltest du so dein Board in das Wasser bringen:

  • Steine oder zu flaches Wasser beachten
  • Board erst bei tieferem Wasser ins Wasser setzen (sonst Schäden an der Finne)
  • Im Flachen Wasser: Verkehrt herum (Finne nach oben)
  • Beim Start vom Steg: gut aufpassen & festhalten, damit nicht abtreibt
  • Paddel nicht vergessen

Position beim Paddeln: Grundlagen & Orientierung

Die Standposition ist in der Theorie denkbar einfach. Die richtige Balance erfordert allerdings etwas Übung.

Um diese zu halten, solltest du mittig stehen. Wenn du zu weit vorn oder hinten stehst, kann das Board kippen. Deine Füße sollten dabei schulterbreit auseinander stehen und den gleichen Abstand zur jeweiligen Kante des SUP-Boards haben. Für die richtige Position kann der Tragegriff in der Mitte als Orientierung dienen.

Hier findest du die Tipps zum Stand auf dem Board zusammengefasst:

  • Mittig stehen
  • Tragegriff kann als Orientierungspunkt dienen

Deine Knie sollten nie ganz durchgestreckt sein. Beim Stehen kannst du dich an einer Kniebeuge orientieren. Damit hältst du den Körperschwerpunkt möglichst weit unten und kannst das Gleichgewicht besser halten. Den Rücken hältst du dabei gerade und den Blick nach vorn gerichtet. Wenn du nach unten oder zur Seite schaust, kannst du schnell wieder instabil werden.

Darauf solltest du bei deiner Körperhaltung achten:

  • Knie leicht gebeugt
  • Körperschwerpunkt niedrig halten
  • Rücken gerade
  • Blick geradeaus nach vorne

Am Anfang: Von den Knien aufstehen

Wenn du startest, lohnt es sich, die ersten Paddelschläge im Knien zu machen. Dadurch übst du, wie du das Gleichgewicht besser hältst. Wie die Füße beim Stehen sollten auch deine Knie hier etwa schulterbreit auseinander sein.

  • Erste Paddelschläge im Knien
  • Knie etwa schulterbreit auseinander

Aufstehen: Balance finden & Grundlagen verstehen

Wenn du dann einigermaßen deine Balance gefunden hast und stabil Paddeln kannst, dann kannst du versuchen langsam aufzustehen. Dafür legst du das Paddel vor dir auf dem Brett ab und hältst es mit beiden Händen fest. Dann stellst du die Füße nacheinander auf. Wenn du das Gefühl hast, dass eine Fersen fest stehen, dann kannst du auch den Oberkörper aufrichten.

Dabei kannst du leichtes Schwanken mit den Knien ausgeblichen. Ebenso solltest du auch zügig das Paddel mitnehmen und ins Wasser halten. Tatsächlich bietet dir das Paddel, wenn du es ruhig ins Wasser hältst, zusätzliche Stabilität.

In etwa drei Stunden solltest du die Grundlagen verstanden haben. Allerdings ist diese Dauer bei jedem Menschen anders und du solltest nicht enttäuscht sein, wenn du länger brauchst.

Hier findest du Tipps zum Aufstehen noch einmal zusammengefasst:

  1. Wenn kniend sicher: dann vorsichtig aufstehen
  2. Paddel quer über das Board & mit beiden Händen festhalten
  3. Vorsichtig nacheinander beide Füße aufstellen
  4. Ferse muss fest stehen
  5. Bewegungen vom Board mit den Knien ausgleichen
  6. Wenn Füße fest stehen, Oberkörper langsam aufrichten
  7. Paddel mit nach oben nehmen
  8. Paddelblatt nach dem Aufstehen in Wasser tauchen (mehr Stabilität)
  9. Ca. 3h bis Grundlagen verstanden

Ein Hund steht auf einem Paddelboard und im Hintergrund siehst man das Bein eines Menschen.

Paddeln: vorwärts auf dem Wasser

Damit du dich in deine Blickrichtung nach vorn bewegst, musst du paddeln. Dafür orientierst du dich an der Seite, auf der du Paddeln willst. Willst du auf der linken Seite paddeln, greifst du mit der rechten Hand den Griff des Paddels und mit der linken den Schaft. Willst du auf der rechten Seite Paddeln, funktioniert das Ganze andersherum.

Paddel einstellen: Richtige Länge finden

Damit du loslegen kannst und dein Paddel auch richtig eingestellt ist, findest du hier Tipps, wie du das Paddel auf die richtige Länge einstellst. Um das auszumessen, stellst du das Paddel auf den Boden und greifst nach dem Paddelgriff. Nun sollte dieses so lang sein, dass dein Ellenbogen leicht gebeugt ist.

Wenn du jetzt auf dem Board zu paddeln beginnst, solltest du das so tun, dass du das Paddel senkrecht in das Wasser einsticht. Das Paddelblatt am Ende hat eine Wölbung. Diese sollte nach vorn zeigen, damit du möglichst viel Wasser verdrängst und schneller vorankommst.

Hier findest du Tipps, wie du dein Paddel halten solltest:

  • Wenn linke Seite paddeln
  • Griff mit rechter Hand
  • Schaft mit linker Hand halten

Mit dieser Übersicht kannst du dein Paddel auf die passende Länge einstellen:

  • Nicht zu kurz oder zu lang
  • Für richtige Einstellung auf Boden abstellen und Paddelgriff greifen
  • Dann so lang einstellen, dass der Ellenbogen leicht gebeugt ist
  • Blatt muss nach vorn gewölbt sein
  • Senkrecht ins Wasser einstechen

Vorwärtsschlag: Grundbewegung, Erklärung & häufige Fehler

Der Vorwärtsschlag ist die Grundbewegung, um voranzukommen. Dabei tauchst du das Paddelblatt komplett neben dem vorderen Ende des Boards in das Wasser. Das solltest du so weit wie möglich vorn tun, damit du durch einen langen Paddelschlag schneller vorankommst. Wenn das Paddel auf Höhe deiner Fersen ist, solltest du es aus dem Wasser herausziehen. Hinter den Fersen hat das Paddel wenig Effekt.

Zusätzlich solltest du das Paddel nah am Board nach hinten ziehen. Wenn es zu weit weg ist, kann es sein, dass du eine Kurve fährst. Auch solltest du nach ein paar Zügen die Hand wechseln. Wenn du nur auf einer Seite paddelst, kann es passieren, dass du nach einiger Zeit im Kreis fährst.

Hier findest du den Paddelschläge einmal zusammengefasst:

  • Paddelblatt vorn komplett im Wasser eintauchen
  • Möglichst weit vorn, damit langer Paddelschlag
  • Boardnah nach hinten ziehen (sonst Kurve)
  • Neben der Ferse wieder aus dem Wasser nehmen
  • Nach ein paar Zügen Seite wechseln

Mehr Tipps für das Paddel: Stehen & Wenden

Wenn du nur auf dem Wasser stehen möchtest, um zum Beispiel auf deine Mitreisenden zu warten, solltest du das Paddelblatt ins Wasser ruhig in das Wasser halten. Dadurch verhinderst du unkontrolliertes hin und her treiben und hast mehr Stabilität. Auf dem Wasser wenden kannst du mit einem Paddelschlag nach hinten. Also den bereits beschriebenen Bewegungsablauf in umgekehrter Reihenfolge.

Zusätzlich solltest du darauf achten, dass du die Kraft aus Oberkörper und Armen nimmst, damit du mit den Beinen eventuelles Schwanken ausgleichen kannst. Dabei solltest du das Gefühl haben, die Beine in das Board zu stemmen.

Es lohnt sich, diesen Paddelschlag vorab auf dem Trockenen oder auf den Knien zu üben.

Stehen und Wenden solltest du mit diesen Tricks hinbekommen:

  • Stehen: Paddelblatt ins Wasser & ruhig halten (mehr Stabilität)
  • Wenden mit Paddelschlag nach hinten
  • Kraft aus Oberkörper & Beine in das Board stemmen
  • Vorher auf dem Trockenen oder Knien üben

Ausrüstung: Board & Pflege

Für einen Einsteiger wir ein breiteres und längeres Board empfohlen, damit dieses mit mehr Fläche auf dem Wasser liegt und stabiler ist. Im Fachhandel kannst du dich diesbezüglich beraten lassen. Zusätzlich wird dort auch dein Board auf dein Körpergewicht abgestimmt.

Wenn du lange Freude an deinem SUP-Board haben willst, solltest du es nicht zu lange in der Sonne liegen lassen. Dadurch kann das Material verschleißen. Bei einem aufblasbaren Brett solltest du zusätzlich für genügend Luft sorgen, da dies sonst instabil wird.

  • Anfänger: breiteres & längeres Board (mehr Stabilität)
  • Brett wird im Fachhandel auf Körpergewicht abgestimmt
  • Brett nicht zu lange in der Sonne liegen lassen
  • Aufblasbares Brett immer vollständig aufpumpen

Zwei Personen bringen ihr Stand-Up Paddling Brett an einem Strandins Wasser.

Sicherheit: Stürzen, Schwimmen & Sonnenschutz

Wie auch beim Surfen ist hier das Board über die „Leash“ – eine Leine – mit deinem Fuß oder deiner Wade verbunden. Solltest du also stürzen, treibt das Board nicht ab, sondern bleibt in der unmittelbaren Nähe. Dann kannst du sehr schnell wieder darauf klettern.

Im Falle einen Sturzes ist es wichtig, dass du über gute Schwimmkenntnisse verfügst und eine Schwimmweste trägst. Dann kannst du auch nicht untergehen. Auf diese breiten Punkte solltest du auch bei deinen Mitreisenden achten.

  • Leash verbindet Fuß & Board
  • Schwimmkenntnisse sind wichtig
  • Schwimmweste nicht vergessen

Planung: Gebiete kennen & Paddeln in der Gruppe

Gerade am Anfang solltest du nie alleine auf das Wasser, sondern immer mindestens zu zweit unterwegs sein. Die andere Person kann dann im Ernstfall helfen oder Hilfe holen kann. Als Einsteiger solltet ihr lieber kleine Touren von zwei bis drei Kilometern planen, um auch nicht zu überanstrengen.

Gerade bei Sportarten auf Wildgewässer lohnt es sich, wenn du dich vorab über das Gebiet informierst. Jeden Stein wirst du nicht voraussagen können, aber größere böse Überraschungen vermeiden können. Dazu zählen zum Beispiel Strömungen oder Sandbänke. Auch das Wetter solltest du vorab beachten. Es kann sehr schnell gefährlich werden, wenn du in einen Regenschauer oder gar ein Gewitter kommst.

Wenn du dir noch unsicher bist, kannst du auch einen Kurs besuchen. Dort werden dir alle Grundlagen noch einmal genau erklärt und du bekommst Hilfestellung für die Grundtechniken.

Auf diese Punkte solltest du bei deinem Trip mit dem SUP-Board achten:

  • Nie alleine (Begleiter kann helfen & Hilfe holen)
  • Anfänger: Kurze Touren 2-3 km
  • Über das Gebiet vorab informieren
  • Wetter vorher überprüfen
  • Bei Unsicherheiten: Kurs besuchen

Kleidung & Gepäck: Daran solltest du denken!

In der Kleiderauswahl auf dem Board bist du frei, allerdings lohnt es sich, wenn du keine schweren Baumwollstoffe oder Jeans trägst. Wenn du in das Wasser fällst, können sich diese vollsaugen und dir das Schwimmen erschweren. Empfohlen wird Badebekleidung mit einem ausreichenden Sonnenschutz. Also einer wasserfestem Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Wenn du zwischendurch müde wirst oder Durst bekommen könntest, solltest du einige zuckerhaltige Snacks und Trinkwasser in einem wasserfesten Beutel mitnehmen.

Mit diesem Tipp bist du bestens für dein Abenteuer auf dem SUP-Board ausgerüstet:

  • Keine Jeans oder schwere Baumwollkleidung
  • Wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Snacks für Zucker zwischendurch
  • Ausreichend Wasser zum Trinken

Top 5 Reiseziele: Paddeln auf dem See

An diesen Orten ist die Sportart besonders beliebt:

Mehr vom Urlaub: Wassersport & Aktivitäten

Hier findest du noch weiter Tipps für spaßige Aktivitäten im Urlaub. Egal, ob im Wasser oder in den Bergen, hier findest du viele Tipps für Anfänger, dass du auch bei komplizierteren Aufgaben einen Überblick bekommst.

Wassersport im Urlaub: Alternativen zum SUP

Du kannst im Urlaub nicht nur Stand-up-Paddling machen, sondern auch anders am Wasser aktiv werden. Wassersport ist ein beliebter Freizeitvertreib im Urlaub, sei es auf dem Kanu, Motorboot, Surfbrett oder Wasserski. Ganz gleich, ob du dich für Angeln, Kanufahren, Schwimmen, Segeln, Surfen, Tauchen, Wasserski oder Wakeboarden interessierst, hier findest du zahlreiche Tipps für Einsteiger.

Urlaubs-Aktivitäten: abwechslungsreiche Reise

Jedoch bietet sich nicht nur im Wasser die Möglichkeit für tolle Erlebnisse, sondern auch außerhalb. Planst du einen Urlaub und suchst noch nach Aktivitäten für dich, deine Familie, deinen Partner oder auch für die Zeit außerhalb des Campingplatzes? Hier findest du zahlreiche inspirierende Ideen für Bereicherungen deines Urlaubs.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner