USA: Wälder, Wüsten, Wolkenkratzer – Camping-Reise durch die Staaten

Acht Monate und zwei Wochen, über 35.000 km und 42 Bundesstaaten: das sind die Zahlen der USA-Reise von Dirk und seiner Frau Brigitte – einer Camping-Rundreise im wahrsten Sinne des Wortes.  

Mit ihrem Economy-Offroad-Zeltanhänger und einer besonderen Zugmaschine ging es 2018 in die USA. Dort sammelten Dirk und seine Frau Brigitte auf ihrer Reise so viele Eindrücke, dass sie beschlossen, ihre Erlebnisse auf ihrem Weg durch das „Land of the Free“ aufzuschreiben. 

 

Camping-Roadtrip durch die USA: Die Strecke

Die Reiseroute der beiden Faltcaravan-Fans führte sie von Florida aus entlang der Ostküste bis in die nördlichsten Bundesstaaten. Dann reisten sie auf ihrer Camping-Reise durch die USA weiter über die großen Seen stetig nach Westen. Weiter ging es durch die Great Plains und die Rocky Mountains, bis an den Pazifik. Dort angekommen ging es durch Kalifornien, immer in Richtung Süden.  

Der Weg zurück gen Osten führte Dirk und Brigitte durch die Wüstenstaaten an der Grenze zu Mexiko. Weil aber in der Hauptstadt der USA noch ein besonderes Highlight wartete, ging es nicht direkt zurück in den Sunshine State Florida, sondern zunächst über Alabama, Tennessee, Kentucky und die Virginia-Staaten Richtung Washington DC.  

Streckenverlauf eines USA-Roadtrips mit Zeltanhänger
Über 35.000km durch die USA - inklusive eines 1.000km Abstechers nach Utah, um die berühmten Slick Rocks zu befahren. Zwei mal ging es auch über die Landesgrenze: Nach Kanada und Mexiko.

Camping in einem besonderen Gespann

Millionenstädte, Wälder und schier endlose, menschenleere Weiten: So besonders diese Reise war, so besonders war auch das Gefährt, welches Brigitte und Dirk für ihr persönliches Camping-Abenteuer in den USA gewählt hatten. 

Und so blieb es nicht aus, dass ihr ARO M461 C, ein rumänischer Geländewagen aus den 60er Jahren, regelmäßig faszinierte Blicke auf sich zog. Dirk und Brigitte brachte er sogar in die Lokalnachrichten. 

Doch auch das Zuhause auf Rädern der beiden bekam nicht weniger Aufmerksamkeit. „Durch den CAMPWERK Offroad Anhänger habe ich schon Führungen wie im Museum gemacht. Die Amerikaner sind vollkommen vernarrt in dieses kleine Raumwunder“, schreibt Dirk in seinem Reisetagebuch.  

Aber natürlich verläuft eine solche Reise in einem Geländewagen-Senior nicht immer reibungslos. Verschleiß und Belastungen machten sich immer wieder bemerkbar. Das bedeutete, auch mal acht Wochen stehen zu müssen. Wochenlang auf Ersatzteile und Reparatur zu warten – und einfach den Alltag vor Ort mitzuerleben.

Eindrücke und Erlebnisse aus den USA

Auf über 35.000 Kilometern Campingreise durch die USA sammelten die beiden unzählige Eindrücke und füllten ihre Reiseseele mit unvergesslichen Erlebnissen und Geschichten. Zum Beispiel, wie es in den Great Plains 150 km durch Mais- und Kornfelder nur geradeaus ging. Die nächste Tankstelle: knapp 100 km entfernt.

Außer gelegentlichen Landmaschinen-Riesen mit über fünf Metern Breite oder LKW mit drei Anhängern und einer Länge von gut 50 Metern begegnete den Reisenden stundenlang kein anderes Fahrzeug.  

Nicht zu vergessen auch die Orte im Südwesten, deren Bevölkerungszahl am Ortseingangsschild mit 79 angegeben war. Oder der Moki Dugway in Utah, wo sich die Route 261 auf knapp fünf Kilometern eine rund 335 Meter hohe Steilwand hinaufwindet – schmal, unbefestigt und ohne Leitplanken. 

Camping USA: Die Kraft der Natur spüren 

Doch auch Stürme, Tornados, Waldbrände und das Wetterphänomen El Nino, das zum Ende der Reise für ungewöhnlich frische Temperaturen und Regenmassen sorgte, gehören nun zu den Reiseerinnerungen von Dirk und Brigitte. 

Zu den schönsten gehören wohl die Übernachtung auf der John Wayne Ranch. Oder die Besichtigung des Weißen Hauses und des Capitols (ein Highlight, das Dirk heimlich geplant hatte, um seine Frau damit zu überraschen).  

Aber von einer solchen Reise bringt man nicht nur Erlebnisse mit nach Hause. Auch materielle Erinnerungsstücke kommen mit. So viele, dass das Gepäck der beiden zu einer Herausforderung für den Weg zurück wurde. „Wir bräuchten jetzt drei Kühlschränke, um alle Magnetschilder aufhängen zu können“, erklärt Dirk schmunzelnd.

Camping-Rundreise USA: Stellplätze und Unterkünfte

In den Weiten der USA schlugen die beiden ihr Zelt auch oft in der Wildnis auf. Doch auch, wenn das im „Land of the Free“ in weiten Teilen möglich ist, ist Vorsicht geboten: Bären im Norden und Nordwesten, Alligatoren und Schlangen im Süden – Tiere, denen die beiden lieber nicht zu nah kommen wollten.  

Deshalb übernachteten die beiden nicht nur auf Stellplätzen in Nationalsparks und RV Parkings (auch in den USA gibt es ein davon dichtes Netz), sondern – in Absprache mit den Verantwortlichen – auf Parkplätzen großer Supermarktketten. Das Gute daran: Den nächtlichen Polizeischutz gab es inklusive. 


Ein guter Anlaufpunkt für Campingplätze den USA ist Kampgrounds of America. Bei KOA sind über 500 Campingplätze verzeichnet, die festen Standards entsprechen müssen und dementsprechend gut ausgestattet und gepflegt sind. 

 

Reisebericht USA-Roadtrip: Eine Mammutaufgabe 

Was die beiden in den scheinbar grenzenlosen Weiten erlebt haben, veröffentlichten sie in einem umfangreichen Reisetagebuch im Faltcaravan-Forum.  

Inzwischen hat Dirk jede Etappe, jede Sehenswürdigkeit und jedes Erlebnis zusammen mit vielen wissenswerten Tipps niedergeschrieben. Entstanden ist ein umfangreicher Ratgeber für alle, die selbst einen Camping-Roadtrip durch die USA planen.  

Den gesamten Reisebericht mit vielen Fotos und allen Unterkünften und Stellplätzen kannst du im Faltcaravan-Forum nachlesen.

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